Foto folgt...

Das Mischpult ist die "zentrale Kontrolleinheit", was den Ton angeht. Ich verwende das Behringer XENIX 1202 (12 Eingangs- und 2 Ausgangs-Kanäle). Hier geht der Sound vom PC und vom Mikrofon rein und wird – nach dem Abmischen – wieder an den PC geschickt, von wo es im Streaming-Programm direkt verarbeitet wird.

Um Verzögerungen und Qualitätsverluste zu vermeiden, läuft alles analog, das heißt über Klinkenstecker (bzw. das Mikrofon über XLR). Aus der Soundkarte kommt der PC-Sound aus dem Line-Out-Ausgang (3,5 mm), wird in zwei 6,35-mm-Mono-Klinken aufgeteilt und geht in einen der Line-Kanäle des Mischpults. So kann ich diese "Soundquelle" unabhängig von allen anderen abmischen.

Ich habe über USB ein Audio-Interface mit mehereren Ausgängen angeschlossen, worüber ich einzelne Soundquellen vom PC trennen kann (mehr dazu weiter unten).

Das Mikrofon ist per XLR an das Mischpult angeschlossen, worüber es gleichzeitig die nötige Spannung erhält. 
Meine PC-Lautsprecher sind nicht mehr direkt an der Soundkarte angeschlossen, sondern am Kopfhörerausgang des Mischpults, sodass ich den gesamten Sound aus dem Mischpult hören kann (wahlweise kann ich zum Streamen meine Kopfhörer anschließen).

An das Mischpult schließe ich auch mein digitales Klavier an, wenn ich dessen Ton aufnehmen möchte. 

Der fertig abgemischte Ton geht dann wieder über zwei 6,35-mm-Mono-Klinken zur Soundkarte (per Adapter in Stereo-Klinke) in den Line-In-Eingang.

 

Mein Mikrofon ist das Procaster von Røde. Den Klang beschreibe ich als eher natürlich, wobei ich gerne noch etwas Mitten rein- und die Tiefen rausdrehe. Die Details sind für eine Sprechstimme nahezu perfekt.

Wenn ich mein Mischpult richitg darauf eingestellt habe, kann ich zwar noch ein minimales Rauschen wahrnehmen; das stört bei den meisten Inhalten aber kaum – und kann bei Aufnahmen später leicht entfernt werden.

 

Damit ich beim Streamen keine Rückkopplung durch Lautsprecher habe, verwende ich den DT 770 Pro von beyerdynamic in der 80-Ohm-Variante.

Der ausgeglichene Klang und die gute Verarbeitung machen ihn zu einem empfehlenswerten Kopfhörer, gerade für Monitoring. Aber auch Musik lässt sich mit ihm wunderbar genießen, wenn man ausgeglichenen Klang mag.

Um den Teil des Audio-Setups abzuschließen, erwähne ich noch das zusätzliche USB-Audiointerface.

Dieses nennt sich ESI UDJ6 und dient zur Aufteilung verschiedener Soundquellen aus dem Computer.

Das übliche Problem ist nämlich, dass jedes Programm den Sound direkt an die Soundkarte weitergibt, wo schließlich nur noch eine Gesamtsumme aller Sounds anliegt.

Wenn man bestimmte Programme auslagern will, sodass deren Sound getrennt abgegriffen werden kann, benötigt man entweder eine spezielle Soundkarte, die das unterstützt – oder eben ein solches Interface.

Die Software auf dem Computer gibt sich als Ausgabemedium aus, was einige (leider nicht alle) Programme auch so verstehen und dann den Ton dorthin schicken. In der genannten Software kann man dann einstellen, welche eingehenden Soundspuren auf welche Ausgänge am Interface gesendet werden sollen.

Ich will hauptsächlich die Musik auf einem eigenen Ausgang haben. So kann ich die Lautstärke unabhängig vom Rest am Mischpult einstellen.

 

Mein Computer ist zwar schon in die Jahre gekommen, reicht für meine Zwecke aber noch sehr gut aus.

Das ASUS-Mainboard aus 2011 unterstützt Intel-i3 bis -i7-Prozessoren, bis zu 32 GB Arbeitsspeicher, PCI- und PCIe-Steckplätze, hat 6 SATA-Laufwerkanschlüsse, 2 USB-3.0-Buchsen und im eingebauten Grafikchip VGA, DVI und HDMI.

Die Schwachstelle ist der Prozessor — Intel Core i7 2600 (3,4 - 3,8 GHz), das merkt man allerdings nur, wenn man viel Leistung benötigt. Bei normaler Benutzung regeln die vier Kerne (8 Threads) einen flüssigen Workflow.

Den Arbeitsspeicher habe ich auf 12 GB (DDR3, 1600 MHz) erweitert, was mich in einigen Anwendungen minimal einschränkt.

Die Grafik übernimmt eine GIGABYTE-Grafikkarte (AMD Radeon R9 270X mit 4 GB V-RAM), die ich gebraucht bekommen habe. Die Leistung ist für meinen sonst eher veralteten PC echt krass!

Mit der neuen Grafikkarte habe ich auch das Netzteil ersetzt (Be quiet! Pure Power CM BQT L8-CM-730W).

Ich habe 2 TB in SAMSUNG-SSDs und ca. 10 TB als externe HDDs (davon 5 TB als Backup), dadurch kann ich fast immer schnellen  Zugriff garantieren. Nur beim Start des PCs werden alle Platten vom Mainboard einzeln geprüft, was einige Sekunden Zeit benötigt.

 

Wie man unschwer erkennen kann, habe ich zwei Monitore (SAMSUNG S24D390HL). Gerade fürs Live-Streaming, aber auch allgemein Multi-Anwendungen kann ich nur emfpehlen, mehr als einen Monitor zu verwenden. Ich persönlich brauche keinen dritten Monitor, das muss aber jeder für sich selbst entscheiden / ausprobieren.

Beim Streamen versuche ich, das Aufnahmeprogramm, meinen Chat-Bot, das Twitch-Dashboard sowie den aktuellen Live-Chat auf einen Bildschirm zu quetschen, sodass ich den anderen für den Vollbildmodus (und eben das Live-Bild) zur Verfügung habe.

 

Ich habe früher nie großen Wert auf eine gute Tastatur gelegt. Es reichte immer das günstigste Modell aus dem Fachmarkt. 

Irgendwann bin ich dann auf mechanische Tastaturen gestoßen und habe immer wieder sehr positive Erfahrungen im Vergleich zu Rubberdome-Tastaturen mitbekommen. Also entschloss ich mich, mir die ROCCAT Suora zu kaufen (damals das neueste Modell). Für diesen Preis ist die Verarbeitung außerordentlich, mir gefällt auch die blaue Beleuchtung sehr. 

Das Schreiben mit mechanischen Tasten ist laut, aber dafür ultra-angenehm und sehr präzise.

Auch wenn man die Tastatur im Live-Stream gut hören kann, das ist es mir wert. 

Auch bei PC-Mäusen hatte ich nie besondere Ansprüche. Hauptsache zwei Tasten und ein Mausrad. :)

Als ich 2017 ganz unerwartet die Logitech MX Master 2S von einem YouTuber geschenkt bekommen habe, war ich zunächst auch noch skeptisch, ob mir diese außergewöhnliche Form überhaupt gefallen würde. Aber nach wenigen Tagen hatte ich mich direkt daran gewöhnt und lernte die Vorteile schnell zu schätzen.

Der Daumen liegt angenehm auf der Ablage, die vielen zusätzlichen Tasten bieten coole Features und das bei schnellerem Scrollen durchdrehende Scrollrad hilft bei langen Websiten enorm. Die lange Akkulaufzeit und vor allem die extrem schnelle Funkverbindung (das war damals mein Hauptkritikpunkt an Funkmäusen) haben mich echt überrascht.

 

Wie ich zu meinem Audio-Equipment kam 

 

Anfang 2018 habe ich die ersten Versuche des Live-Streamings gewagt. Nach wenigen Aufnahmen / Streams stellte ich fest, dass es schwierig ist, die richtige Lautstärke für sämtliche Tonquellen zu finden, da ich mich nicht über die Kopfhörer selbst hören konnte. Das lag daran, dass ich ein USB-Mikrofon verwendet habe und meine Stimme deshalb zeitverzögert aufgenommen / wiedergegeben wurde. Auch wenn man die Lautstärke gut einschätzen kann, es ist nahezu unmöglich, mit der verzögerten Stimme im Ohr normal zu sprechen. 

Ich hatte mich zwar damit abgefunden, dass ich den Ton des Streams nicht mithören und somit nicht optimal einpegeln konnte, und ich dachte auch, dass mir die Pegelanzeige im Aufnahmeprogramm reichen würde; aber immer wieder stellte ich fest, dass es sich im Stream nicht gut anhörte.

Ich schaute dann nach möglichst einfachen Lösungen, wie man das Monitoring (Mithören) ermöglichen kann. Die preisgünstigste Möglichkeit ist ein XLR-Mikrofon, welches über ein Interface analog angeschlossen und daher ohne Zeitverzögerung verwendet werden kann. Das reicht für diesen Zweck auch absolut aus, jedoch wollte ich mehr.

Ich dachte mir: "Wenn ich schon ein neues Mikrofon brauche, dann möchte ich das Setup auch so haben, dass es sich lohnt!", denn ich dachte an mehr, als nur das Mikrofon.

Ich war sehr schnell davon überzeugt, dass man mit einem Mischpult deutlich mehr für sein Geld bekommt, auch wenn klassische Mikrofon-Interfaces schon sehr günstig sind. Der wohl größte Vorteil eines Mischpults beim Live-Streaming ist wohl, dass man die Lautstärke der angeschlossenen Quellen sehr easy einstellen kann. Genauere Erklärungen zum Mischpult weiter unten.

Ich kann nun mehrere verschiedene Quellen mit je eigenen Kabeln anschließen und so den Ton für den Stream fertig abmischen. Auch ein Vorteil: ich muss z.B. die Vollbildanwendung nicht verlassen, wenn ich etwas am Ton verändern möchte, da ich einfach mit der Hand an den entsprechenden Regler greifen kann.

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